Mehr Verkehrstote 2025: Deutschland verfehlt Sicherheitsziele deutlich

Autobahn bei Nacht (über Burak The Weekender)
Autobahn bei Nacht (über Burak The Weekender)

Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist 2025 erneut gestiegen. Nach Angaben des Statistisches Bundesamt kamen im vergangenen Jahr 2.814 Menschen im Straßenverkehr ums Leben – ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber 2024. Im Vergleich zu 2021 fällt der Anstieg deutlicher aus: Damals wurden 2.562 Verkehrstote registriert. Das entspricht einem Zuwachs von rund zehn Prozent innerhalb von fünf Jahren.

Verkehrssicherheitsprogramm nicht auf Kurs

Mit dem Verkehrssicherheitsprogramm 2021–2030 hat sich Deutschland vorgenommen, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu senken. Bezogen auf das Ausgangsjahr 2021 würde das rund 1.540 Getötete pro Jahr bedeuten.

Aus Sicht des TÜV-Verband ist Deutschland davon deutlich entfernt. Fachreferentin Fani Zaneta spricht von einem Rückschritt bei der Verkehrssicherheit. Nach Jahren langsam sinkender Opferzahlen stagniere die Entwicklung nicht nur – sie kehre sich um.

Forderung nach konsequenter Umsetzung

Der TÜV-Verband verweist auf die sogenannte „Vision Zero“, also das langfristige Ziel von null Verkehrstoten. Dieses sei erreichbar, erfordere jedoch konsequente politische Maßnahmen.

Genannt werden unter anderem:

  • eine fehlerverzeihende Infrastruktur, insbesondere an bekannten Unfallschwerpunkten,
  • konsequente Regelüberwachung und wirksames Tempo-Management,
  • eine schnellere Verbreitung moderner Fahrzeugsicherheitsfunktionen,
  • bessere Befähigung der Verkehrsteilnehmer in einem zunehmend komplexen Verkehrssystem.

Mehr als Zahlen

Steigende Unfallzahlen seien keine bloße Statistik, sondern hätten direkte Auswirkungen auf Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe. Verkehrssicherheit entscheide darüber, ob Kinder eigenständig unterwegs sein können, ältere Menschen mobil bleiben und Städte als sichere Lebensräume funktionieren.

Die aktuellen Zahlen zeigen: Das Ziel einer deutlichen Reduzierung bis 2030 rückt in weitere Ferne.

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