Frühjahrscheck fürs Auto: Sieben Schritte, die jetzt jeder Autofahrer erledigen sollte

Autowaschanlage (über Virrage Images)
Autowaschanlage (über Virrage Images)

Der Winter hinterlässt Spuren – am Lack, im Innenraum und unter dem Fahrzeug. Salz, Schmutz, Feuchtigkeit und Blütenstaub haben dem Auto in den vergangenen Monaten ordentlich zugesetzt. Eine schnelle Fahrt durch die Waschanlage reicht jetzt nicht aus. Experten und Automobilclubs empfehlen einen umfassenden Frühjahrscheck in sieben Schritten.

1. Gründlich waschen – außen und unten

Besonders Unterboden und Radläufe sind nach dem Winter oft mit Salzkrusten überzogen. Erfahrene Schrauber bringen es auf den Punkt: Dreck ist der beste Freund von Rost. Vor dem eigentlichen Waschen sollte grober Schmutz immer zunächst abgespült werden, um Kratzer im Lack zu vermeiden. Leichtmetallfelgen sollten vorab mit säurefreiem Felgenreiniger behandelt werden. Wer den Lack länger schützen will: Eine Hartwachsversiegelung hält bis zu sechs Monate, eine einfache Konservierung nur wenige Wochen.

2. Innenraum reinigen

Im Bodenbereich sammeln sich über den Winter Feuchtigkeit und Splitt – beides begünstigt beschlagene Scheiben und modrige Gerüche. Den Fußraum gründlich saugen, Armaturenbrett und Verkleidungen mit mildem Reiniger und nicht zu feuchtem Schwamm abwischen, anschließend bei offenen Türen vollständig trocknen lassen. Tipp: Feuchtigkeitsabsorber binden Restfeuchte. Klimafilter kontrollieren und Lüftungskanäle desinfizieren lohnt sich nach einem feuchten Winter ebenfalls.

3. Polster säubern

Beim Reinigen der Sitze möglichst wenig Feuchtigkeit verwenden. Spezielle Polsterreiniger oder aufgeschäumter Haushaltsreiniger funktionieren gut. Ledersitze mit Mikrofasertuch behandeln, nicht mit Bürste – und anschließend mit Lederpflege geschmeidig halten. Cabrio-Besitzer sollten Reinigung und Imprägnierung des Stoffverdecks nicht vergessen.

4. Fußmatten trocknen

Gummimatten vertragen einen Hochdruckreiniger, Stoff- und Veloursmatten nur Bürste und Reinigungsmittel. Wichtig: Matten immer vollständig außerhalb des Fahrzeugs trocknen lassen. Feuchte Matten im Auto begünstigen Schimmel und beschlagene Scheiben.

5. Scheiben innen und außen behandeln

Die Innenscheiben haben nach einem Winter mit Gebläse und Heizungsbetrieb einen eigenen Reinigungsdurchgang verdient – gerade wenn im Frühjahr die Sonne tief steht, kann ein Schmutzfilm die Sicht schlagartig verschlechtern. Glasreiniger und ein fusselfreies Tuch schaffen Abhilfe. Außen: Steinschläge kontrollieren und reparieren lassen, Wischblätter auf Schlierenbildung und Beschädigungen prüfen.

6. Kofferraum entrümpeln

Schneeketten, Eiskratzer und Skihalter können jetzt in den Keller – sie verbrauchen Platz und erhöhen unnötig das Fahrzeuggewicht. Bei der Gelegenheit: Reserverad auf Luftdruck prüfen, Verbandskasten und Warndreieck auf Vollständigkeit und Haltbarkeit kontrollieren.

7. Flüssigkeiten und Beleuchtung checken

Unter der Motorhaube sollten Motoröl, Kühlflüssigkeit und Scheibenwaschanlage überprüft werden. Für die wärmere Jahreszeit empfiehlt sich ein Sommer-Scheibenreiniger – wer noch Winterreiniger im Tank hat, sollte die Kompatibilität prüfen, um Schlieren zu vermeiden. Alle Lichter testen: auch Rückfahrlicht und Nebelscheinwerfer. Dampfstrahler unter der Motorhaube vermeiden – die Elektronik ist empfindlich.

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